© 2019 by modellteich.ch mit  Wix.com erstellt

Schwedische Szene - Dioramenbau

Nach einigen Videos auf Youtube zum Thema Dioramenbau wuchs in mir der Drang, auch einmal eine Szenerie zu erstellen. Der kürzlich erfolgte Schwedenurlaub sollte als Inspiration dienen und das Erstlingswerk sollte nicht zu gross ausfallen. Als Masstab wurde H0 (1:87) gewählt, weil ich noch nicht sicher war ob ich Figuren integrieren wollte und ich wusste dass in diesem Masstab alles zu finden wäre. Kern des Projekts sollte eines der typischen Schwedenhäusschen im bekannten Falunrot werden. Geplant und gezeichnet wurde das Haus in Powerpoint im Stile eines Bastelbogens, danach wurde alles gedruckt und je nach Bauteil auf Karton unterschiedlicher Dicke geklebt. Das Schöne bei dieser Art von "Bausatz" ist, dass man die Konstruktion sehr simpel halten kann und etwaige Details direkt auf die Fassade drucken kann so dass man sehr rasch zum Ergebnis kommt. Oder aber man schneidet die Elemente, wie ich, mehrfach aus und arbeitet mit mehreren Schichten, was dem Realismus enorm zugute kommt.

Ein kleines Schwedenhaus entsteht

Ein einzelnes Haus gibt noch nicht viel her, daher begann ich kurzerhand mit der Planung eines kleinen Leuchtfeuers. Nach Recherchen im Netz stand fest: es wird ein keiner runder Turm mit einer umlaufenden Plattform und darauf eine achteckige Konstruktion mit einem hellen Licht in Form einer weissen LED. Abermals wurde alles in Powerpoint erstellt, die Formen erwiesen sich diesmal aber um einiges schwieriger, doch auch das war irgendwann geschafft. Das zweidimensionale Konstruieren am PC erfordert viel Vorstellungskraft macht aber enormen Spass, insbesondere wenn das Objekt dann nach und nach Wirklichkeit wird und man merkt dass man alles richtig geplant hat. 

Der Leuchtturm in seinen Einzelteilen

Irgendwann waren die beiden Gebäude fertiggestellt und ich konnte mir Gedanken zur Landschaftsgestaltung machen. Wie in den schwedischen Schären sollten karge Felsen und natürlich das Meer dominieren, auch wollte ich die Szenerie durch unterschiedliche Höhen interessanter machen. Als Basis diente mir ein Stück Pressspanplatte auf welche ich dann Styroporklötze geklebt und dann mit einem Cutter in Form geschnitten habe. In Zukunft werde ich wohl auf Hartschaumplatten zurückgreifen dieses lässt sich sauberer und leichter bearbeiten. Unter den jeweiligen Gebäuden wurden Aussparungen für die LED-Beleuchtung angebracht; warmweiss für das Haus und weiss für den Leuchtturm. Auch eine Batteriebox sowie ein Aus-/Ein-Schalter fanden versteckt ihren Platz. Nach Abschluss dieser Schritte wurde Gips angerührt und alles damit überzogen. In den noch feuchten Gips wurden dann die feinen Felsstrukturen eingeritzt.

Entstehung der Landschaft, der spätere Platz der Gebäude ist zu erkennen

Als der Gips durchgetrocknet war, wurde die Landschaft mit Acrylfarben gestaltet. Besonderes Augenmerk widmete ich den Felsen und dem Meeresgrund, da hier mit Farbverläufen die Verwitterung des Gesteins und natürlich die Tiefe der See angedeutet werden sollten. Hier gilt es, die Natur aufmerksam zu studieren: Da wo die Flut hinreicht ist der Fels anders gefärbt, Ritzen sind deutlich dunkler und Kanten wesentlich heller als andere Stellen. Beachtet man diese Prinzipien erzielt man sehr realistische Ergebnisse. Für die Begrünung wurde auf Grasflocken und Büsche aus dem Modellbahnzubehör zurückgegriffen. Zusätzlich zu den beiden Bauten habe ich aus Streichhölzern und Rührstäben einen Fahnenmast und einen kleinen Steg gebaut. 

Fast fertig, fehlt nur noch die Gestaltung der Meeresoberfläche

Für die Meeresoberfläche greifen die meisten Leute zu Epoxidharz zurück. Das ist sicherlich eine gute Lösung allerdings fand ich ist dieses Material ziemlich kostspielig und ich brauchte eigentlich nur eine kleine Menge davon. Auch die verschiedenen Produkte aus dem Modellbahnzubehör sind extrem teuer für das was sie leisten und so habe ich im Baumarkt ein transparentes Polymer (ähnlich wie durchsichtiges Bausilikon, nur klarer) besorgt und mithilfe eines Rührstabes auf der Meeresfläche verteilt, an gewissen Stellen habe ich durch dickeres Auftragen Wellen und Gischt erzeugt. Binnen 24 Stunden härtet das Material aus und kann dann weiter bearbeitet werden. Mit einem trockenem Pinsel und weisser Farbe habe ich die Wellen gebürstet und so einen schönen Wassereffekt erzielt. Zu guter Letzt bekam das Diorama noch ein schmales schwarzes Podest.

Draussen stürmt es heftig, die Gemütlichkeit im Innern der Hütte kann man ahnen
This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now